Einzeltherapie



Im Rahmen der Sozialpsychiatrievereinbarung können verschiedenste therapeutische Methoden angeboten werden, die z.B. als Übungsbehandlungen bestimmte Fertigkeiten trainieren oder Elemente verschiedenster Therapiearten integrieren, um Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dabei geht es immer auch darum, die Entwicklung des Selbstwertgefühls zu unterstützen und zu fördern, soziale Kompetenzen zu verbessern und Irrwege wie Zwänge, Ängste, Essstörungen u.a. zu bewältigen.

Wir arbeiten dabei an den Ressourcen (Fähigkeiten) der Kinder/Jugendlichen und ermutigen sie dazu, diese positiv zu nutzen. Dabei geht es auch um Akzeptanz der eigenen Begrenzungen und bestehenden Lebensbedingungen.

Diese Form der Unterstützung ist dann notwendig, wenn das Kind/Jugendlicher in seiner aktuellen Lebenssituation Schwierigkeiten hat, die dazu führen, dass eine altersadäquate Bewältigung von Entwicklungsschritten nicht möglich ist. Hierbei bedienen wir uns Elementen aus verschiedensten Therapieformen, wie tiefenpsychologische Elemente, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Spieltherapie, Heilpädagogik, Kunsttherapie, Entspannungstherapie, sowie Trainings aller Art. Die Auswahl der Therapie richtet sich nach dem Störungsbild und der vereinbarten Zielsetzung, die mit Ihnen und Ihrem Kind oder Jugendlichen formuliert wurde. In Krisen gilt es schnell und gezielt zu handeln und zu unterstützen, sowie z.B.bei akuter Suizidalität über die Notwendigkeit eines Klinikaufenthaltes zu entscheiden.

Wir stehen Ihnen bei diesem schwierigen Schritt zur Seite und unterstützen Sie in Ihrer Entscheidungsfindung.
Einzeltherapien dauern unterschiedlich lange, je nach Schwere des Störungsbildes und Möglichkeiten der Bewältigung. Auch sollten diese Maßnahmen durch notwendige Veränderungen in der Lebensführung ergänzt werden, wie z.B. altersgerechter Fernseh- und Computerkonsum, Sport, ausgewogene Ernährung, Reduktion von Leistungsanforderungen bei Überforderung, usw. In begleitenden Elterngesprächen werden wir Sie hier um Unterstützung bitten.

Ein Erfolg ist nur zu erwarten, wenn eine regelmäßige Teilnahme sicher gestellt ist. Dazu schließen wir einen Therapievertrag ab, der auch eine Ausfallgebühr beinhaltet. Bei nicht ausreichender Mitarbeit muss über die Gründe hierfür nachgedacht werden und evtl. zum momentanen Zeitpunkt eine Unterbrechung vereinbart werden.

In jedem Quartal findet ein Kontrolltermin mit dem Kind/Jugendlichen bei den Ärztinnen des Teams statt, um Motivation, Fortschritt, Zielsetzung und weitere Vorgehensweise abzusprechen. In manchen Fällen wird eine begleitende Medikamentengabe empfohlen, die ebenfalls regelmäßig zu überprüfen ist.

Im weiteren Verlauf kann es Sinn machen, eines der Gruppenangebote in Anspruch zu nehmen. Auch dies wird Ihnen entsprechend vorgeschlagen.

Leider sind unsere Plätze für Einzeltherapien begrenzt, so dass manchmal mit Wartezeiten zu rechnen ist.